„Hasserfüllt“ & „widerlich“: Armie Hammer distanziert sich von Uwe Bolls FSK-18-Actionfilm „Citizen Vigilante“
Laut einem Bericht soll sich Armie Hammer, Hauptdarsteller in Uwe Bolls „Citizen Vigilante“, mit deutlichen Worten von dem Actionthriller distanziert haben.

Laut einem Bericht soll sich Armie Hammer, Hauptdarsteller in Uwe Bolls „Citizen Vigilante“, mit deutlichen Worten von dem Actionthriller distanziert haben.
So hat sich der in Ungnade gefallene Schauspieler Armie Hammer seine Rückkehr vor die Kamera mit Sicherheit nicht vorgestellt. Der einstige Hollywood-Hoffnungsträger und Spross einer einflussreichen wie wohlhabenden Unternehmensfamilie war nach Missbrauchsvorwürfen in 2021 über Jahre vollständig von der Bildfläche verschwunden. Rollenangebote blieben aus, zeitweise verdinge er sich als Hotelmitarbeiter auf den Kaimaninseln.
Nun versucht er sich an seinem Comeback als Schauspieler mit gleich zwei Produktionen: dem leidlich spannenden Western „Frontier Crucible“ und dem Selbstjustiz-Thriller „Citizen Vigilante“. Während der 39-Jährige im Western herrlich fies aufspielen darf, beschränkt sich seine Rolle in Uwe Bolls fragwürdigem Werk auf gleichgültiges Dreinblicken und möglichst viel Blut vergießen.
Durch zweimalige Verweigerung einer Altersfreigabe durch die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) und ein wenig (viel) Hilfe durch Tech-Unternehmer Elon Musk hat „Citizen Vigilante“ sehr viel mehr Aufmerksamkeit erhalten, als er es jemals über gängige Kanäle selbst hätte erzeugen können. Eine FSK-18-Freigabe wurde mittlerweile erteilt.
Doch statt sich über diese zweifelhafte Popularität zu freuen, haben sich Hammer und sein Management laut Puck News nun von Bolls plakativer Produktion distanziert.
Der Film sei „hasserfüllt“ und „widerlich“, heißt es aus seinem Umfeld. Hammer sei zutiefst erbost gewesen, als er den fertigen Film gesehen und erkannt habe, für was er da tatsächlich unterschrieben hatte. Er habe zwar im Vorfeld eine Ahnung davon gehabt, dass „Citizen Vigilante“ einer „konservativen Ausrichtung“ folge, doch das ganze Ausmaß habe sich erst später gezeigt.
Armie Hammer ist übrigens nicht der einzige Ex-Hollywood-Star mit dunklem Geheimnis:
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Hat Armie Hammer das Angebot für „Citizen Vigilante“ aus Geldnot angenommen?
Laut der Quelle aus Hammers Umfeld soll Boll kein komplettes Drehbuch für die Dreharbeiten zur Verfügung gestellt haben. Die Folge: Der fertige Film soll sich angeblich sehr stark von dem unterscheiden, was der US-amerikanische Schauspieler erwartet habe.
Dazu stellt sich auch die Frage, ob Hammer das Angebot nicht aus einer finanziellen Notlage heraus angenommen haben könnte. Durch die Abkehr der Hollywood-Studios soll er auf finanzielle Hilfe von Freund*innen angewiesen gewesen, musste sogar seinen Pickup verkaufen. Dazu gab ihm Boll als einer von wenigen Filmschaffenden die Möglichkeit, sich wieder als Schauspieler zu betätigen.
Andererseits erscheint mir diese ganze Abkehr von der Produktion eher wie der Versuch, möglichst nicht mit der fragwürdigen Botschaft und der Bewegung, die sie bedient, in Verbindung gebracht zu werden. Denn eines ist sicher: Mit „Citizen Vigilante“ hat Hammer im Grunde seine Comeback-Ambitionen selbst beerdigt.

