„Herr der Ringe“-Star musste sein Haus verkaufen – weil er zu wenig bei den Fantasy-Filmen verdiente

Weltweite Popularität und finanzielle Kompensation gehen nicht immer Hand in Hand, wie jetzt der nächste „Der Herr der Ringe“-Star bestätigt.

Aug 5, 2026 - 17:30
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„Herr der Ringe“-Star musste sein Haus verkaufen – weil er zu wenig bei den Fantasy-Filmen verdiente
(Bildquelle: Warner Bros.)

Weltweite Popularität und finanzielle Kompensation gehen nicht immer Hand in Hand, wie jetzt der nächste „Der Herr der Ringe“-Star bestätigt.

Der enorme Erfolg von „Der Herr der Ringe“ weckt leicht den Eindruck, dass auch die Darsteller*innen der Filme finanziell stark davon profitierten. Sean Astin, der in Peter Jacksons Trilogie den Fanliebling Samweis Gamdschie spielte, beschreibt die Lage jedoch ganz anders: Die Aufmerksamkeit war riesig, die Bezahlung dagegen deutlich bescheidener.

In einem am Montag veröffentlichten Gespräch mit The Guardian (via The Wrap) blickte Astin auf die Dreharbeiten zu den drei Filmen zurück, die direkt hintereinander entstanden. Obwohl die Trilogie später weltweit große Einnahmen erzielte und bei den Oscars etliche Auszeichnungen erhielt, spiegelte sich dieser Erfolg nicht in seiner Gage wider. Astin sagte:

Zitat:
„Ich war auf dieses Maß an Sichtbarkeit und Zugang nicht vorbereitet und es gab eine Diskrepanz zwischen der Aufmerksamkeit, die ich bekam, und dem Geld, das wir hatten. [...] Es war nicht viel Geld! Tatsächlich musste ich mein Haus verkaufen, weil ich für die Trilogie eine so geringe Summe ausgehandelt hatte.“

Die „Der Herr der Ringe“-Serie hat jüngst die erste Vorschau auf die neuen Folgen enthüllt:

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Auch andere „Herr der Ringe“-Stars sprechen über schlechte Bezahlung

Bereits 2017 hatte Astin angegeben, dass er für die gesamte Trilogie 250.000 US-Dollar erhielt und keine „Residuals“ bekam. Damit sind nachträgliche Vergütungen gemeint, die Schauspieler*innen etwa bei Wiederholungen, Streaming-Auswertungen oder anderen späteren Verwertungen eines Films erhalten können. Vom heutigen Kultstatus der Trilogie, die 2003 vollendet wurde, profitiert Astin also weiterhin nicht.

Astin ist nicht der Einzige aus der Besetzung, der über die niedrigen Gagen gesprochen hat. Weil alle Darstellenden für die komplette Trilogie auf einmal unterschrieben, gab es später keinen vertraglichen Spielraum, um nach dem großen Erfolg der Filme neu zu verhandeln.

Elijah Wood, der Frodo Beutlin spielte, bewertete die Situation 2025 gegenüber „Business Insider“ etwas positiver. Er sagte: „Weil wir nicht einen Film machten und dann einen Vertrag für den nächsten neu aushandelten, war es nicht die Art von lukrativem Szenario, bei dem man sich für den Rest seines Lebens beruhigt zurücklehnen konnte.“

Zugleich ergänzte er: „Der Vorteil daran war, dass wir uns auch auf etwas einließen, das für immer ein Teil unseres Lebens sein würde.“

Cate Blanchett äußerte sich 2024 in Andy Cohens Sendung „Watch What Happens Live“ pointiert über die Bezahlung. Sie gab an, die Besetzung habe für die Arbeit an den Filmen praktisch nur eine kostenlose Verpflegung bekommen. Wörtlich erklärte sie: „Machst du Witze? Nein, niemand wurde für diesen Film irgendwie bezahlt.“ Dann ergänzte sie mit Blick auf Peter Jackson: „Ich wollte mit dem Mann arbeiten, der ‚Braindead‘ gemacht hatte.“ Ihr Fazit lautete: „Im Grunde bekam ich kostenlose Sandwiches und durfte meine Ohren behalten. Nein, niemand wurde irgendwie bezahlt!“