Von Sophie bis Kate: 6 ikonische Momente, in denen Royals den Dresscode missachteten

Als Mitglied der königlichen Familien Europas genießen Herzogin Sophie, Catherine, Princess of Wales, und Co. zwar viele Privilegien, haben jedoch auch eine lange Liste an Moderegeln, die befolgt werden sollen. Oder auch nicht! Diese aufsehenerregenden Looks bewiesen, dass manche Regeln dazu da sind, gebrochen zu werden.

Jul 8, 2026 - 00:16
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Von Sophie bis Kate: 6 ikonische Momente, in denen Royals den Dresscode missachteten

Als Mitglied der königlichen Familien Europas genießen Herzogin Sophie, Catherine, Princess of Wales, und Co. zwar viele Privilegien, haben jedoch auch eine lange Liste an Moderegeln, die befolgt werden sollen. Oder auch nicht! Diese aufsehenerregenden Looks bewiesen, dass manche Regeln dazu da sind, gebrochen zu werden.

Ihre Designer-Garderoben lassen uns regelmäßig neidisch werden. Ob Kate, Diana oder Meghan: Die Garderoben der Royals haben modisch so einiges zu bieten und geben ihren Besitzerinnen mit exklusiver Kleidung viel Potenzial sich in Szene zu setzen. Doch so wunderbar die königliche Mode von außen auch scheinen mag, für die Adeligen ist sie nicht nur eine nette Nebensache, sondern kann auch zur echten Qual werden. Einfach ein Diadem, teurer Schmuck, ein ausfallendes Abendkleid zusammen stylen und fertig ist der Look? Nein, so einfach ist es nicht immer. Wenn Royals wie Catherine, Princess of Wales, 44, oder auch Prinzessin Beatrice, 35, und Chris O'Neill, 50, einen öffentlichen Auftritt wahrnehmen, wird nichts dem Zufall überlassen. Das Styling folgt einer höchst komplizierten und ausgeklügelten royalen Kleiderordnung, an die sich der Adel halten muss. Doch das heißt nicht, dass genau diese nicht auch mal geflissentlich missachtet werden! 7 Momente, die aus der Reihe fallen. 

Herzogin Sophie erscheint in Schwarz zum Pferderennen

Royal Ascot bildet in Großbritannien so etwa wie den Auftakt des Sommers. Im Juni treffen sich die elitären Kreise an der Rennbahn und zelebrieren mit Fascinator, Blumenkleidern und Co. die luftig-frische english Countryside. Helle Farben sind da gesetzt. Doch nicht bei Herzogin Sophie von Edinburgh 2026. Sie sorgt in dieser Saison mit einem schwarzen Kleid bei Royal Ascot für Aufsehen und entscheidet sich mit ihrem Victoria-Hemdkleid von Suzannah London für ein Dress, das sich optisch gegen den strengen Dresscode der Veranstaltung richtet. Zwischen den leuchtenden Farben der anderen Ascot-Teilnehmer:innen fällt diese modische Gegenlinie besonders auf. 

Chris O’Neill bricht mit seiner Rolex die Etikette 

Es sind nicht nur die Damen, die sich an ein modisches Protokoll halten müssen. Auch die Herren aus Europas Adel leben nach strengen Richtlinien, wenn es um öffentliche Auftritte geht – und scheuen nicht davor, diese auch mal bewusst zu missachten. Beim Nobelpreisdinner 2025 greift Chris O’Neill bei der Wahl seiner Accessoires daneben. Für den höchsten formellen Anlass in Schweden setzt er auf einen schwarzen Frack und kombiniert den mit weißem Hemd und passender Fliege. Auf den ersten Blick ein solider Look, der allen Kriterien entspricht – bis auf manchen Fotos des Abends deutlich wird: Sein linkes Handgelenk ziert eine große Rolex. Genau die ist beim Nobelpreis allerdings überhaupt nicht gerne zu gesehen. Denn: Es ist nicht üblich, eine Uhr zu tragen, wenn man auch noch zivile formelle Kleidung trägt – die traditionelle Kleidung, die Männer im Kontext des Nobelpreises tragen. Hier hätte der Uhrenliebhaber auf sein Go-to-Accessoire per Protokoll also besser verzichten sollen. 

Beim angeregten Gespräch mit Laura O’Neill blitzt unter dem linken Ärmel von Chris der Ansatz seiner Rolex hervor. Ein No-Go beim Nobelpreis? 
Beim angeregten Gespräch mit Laura O’Neill blitzt unter dem linken Ärmel von Chris der Ansatz seiner Rolex hervor. Ein No-Go beim Nobelpreis?

Meghan sorgt mit nackten Schultern für Sexappeal

Beim "Trooping the Colour" wird jedes Jahr der britische König oder die britische Königin gefeiert. Doch 2018 ruhen alle Blicke nicht etwa auf Elizabeth II., sondern der Ehefrau ihres Enkels Harry. Herzogin Meghan zeigt sich bei der offiziellen Feier, für die Damen des Königshauses als ungeschriebene Kleiderordnung, dezente Tageskleidung mit Ärmeln und lange Ärmel zu tragen haben, in einem maßgeschneidertes, hellrosa Kleid von Carolina Herrera mit einem asymmetrischen, strukturierten Ausschnitt, der ihre Schultern freilegt. Der Look ist zwar wunderschön und elegant, verstößt allerdings gegen die konservativen Familienrichtlinien, die tagsüber bei formellen Anlässen vorgeschrieben sind. Der ungewohnte Sexappeal in den Reihen der Windsors sorgt bei Royalisten damals für Empörung. 

Prinzessin Diana bleibt mit ihrem Rachekleid unvergessen 

Diese Missachtung der Royal-Regeln ist auch 32 Jahre später noch ikonisch. Im Juni 1994 liefert Prinzessin Diana den Bruch aller Brüche mit dem königlichen Kleider-Protokoll und erscheint mitten im Skandal um die Affäre von König Charles mit Camilla in einem eng anliegenden schwarzen Kleid mit tiefem herzförmigen Ausschnitt und dem asymmetrischen Saum. Die traditionelle königliche Etikette empfiehlt den Familienmitgliedern eigentlich, sich während Skandals möglichst zurückzuhalten und unauffällige Kleidung zu wählen. Prinzessin Diana schwimmt gegen den Strom und besucht eine Party im Victoria and Albert Museum in ihrem deutlich auffälligen schwarzen Seidenminikleid. Dass "arbeitende" Mitglieder der königlichen Familie traditionell keine schwarze Kleidung tragen, es sei denn, sie befinden sich in offizieller Trauer? Hat die (wütende) Princess of Wales von 1994 wohl kurzerhand vergessen. 

Mit diesem Regelbruch ist Lady Diana auch 30 Jahre später noch ikonisch. 
Mit diesem Regelbruch ist Lady Diana auch 30 Jahre später noch ikonisch.
© Tim Graham

Kate zeigt sich rebellisch mit roter Maniküre

Queen Elizabeth II. hat es vorgemacht und zahlreiche Damen nach sich damit beeinflusst: Jahrzehntelang gilt für die weiblichen Mitglieder der königlichen Familie ein Verbot für farbigen Nagellack. Stattdessen sind nur dezente, neutrale Nagellackfarben gefragt. Doch das ungeschriebene Protokoll wird beim Ostergottesdienst 2023 auf Schloss Windsor von Catherine, Princess of Wales, deutlich ad acta gelegt. Sie sorgt mit ihrer Maniküre an diesem Tag für eine subtile, aber historische Veränderung und präsentiert zu ihrem königsblauen Mantelkleid einen leuchtenden Farbton auf den Fingernägeln. Bye-bye, zartes Rosa und hallo Rot. Die Farbwahl erregt damals sofort die Aufmerksamkeit von Royal-Fans, sorgt allerdings für eine schöne und seltene Abweichung vom alten Protokoll. 

Prinzessin Eugenie heiratet im rückenfreien Brautkleid

Jahrhundertelang gilt für königliche Bräute ein genauer Dresscode für ihre Hochzeit: Gerade A-Linie im hochgeschlossenen Kleid, am besten noch ein wallende, undurchsichtige Schleier und ein Haarknoten dazu. Ob das noch so zeitgemäß ist? Prinzessin Eugenie würde dem entgegen sprechen. Für ihre Hochzeit mit Jack Brooksbank im Oktober 2018 entscheidet sie sich für ein maßgeschneidertes Kleid mit dramatischem, tiefen Rückenausschnitt. Neben dem ungewöhnlichen Design von Peter Pilotto und Christopher De Vos verzichtete zudem auf einen traditionellen Schleier. Gewagt! Doch dahinter steckt eine bewegende Geschichte: Die Princess of York setzt ganz bewusst auf die untypische Silhouette, um ihre lange Narbe nach einer Skoliose-Operation zu zeigen. Statt Makel zu verstecken, will Eugenie ihre Geschichte stolz zeigen und bricht dafür sogar das Protokoll und Erwartungen.