Wegen „Supergirl“-Flop: Jason Momoas Traum vom Sci-Fi-Knaller mit FSK 18 ist jetzt wohl tot

Im Interview betonte Actionstar Jason Momoa, dass seine liebste Figur nur dann einen eigenen DCU-Film erhält, wenn „Supergirl“ Erfolg hat.

Jul 4, 2026 - 16:15
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Wegen „Supergirl“-Flop: Jason Momoas Traum vom Sci-Fi-Knaller mit FSK 18 ist jetzt wohl tot
(Bildquelle: IMAGO / ZUMA Press / Mario Mitsis)

Im Interview betonte Actionstar Jason Momoa, dass seine liebste Figur nur dann einen eigenen DCU-Film erhält, wenn „Supergirl“ Erfolg hat.

Jason Momoa liebt es offensichtlich, mit seinem Image als attraktiver Hollywoodstar zu brechen und in Rollen vor die Kamera zu treten, die ihn dank Make-Up und Kostüm völlig verändert präsentieren: Im Netflix-Fantasyfilm „Schlummerland“ rannte er mit Hörnern und scharfen Zähnen umher. In „Minecraft – Der Film“ sah er aus wie eine Parodie seiner selbst und im kommenden „Street Fighter“ (deutscher Kinostart am 15. Oktober 2026) dürften ihn selbst Fans kaum mehr wiedererkennen.

Eine komplette Verwandlung machte er auch für den neuen Film im DC Universe (DCU) durch: In „Supergirl“ sehen ihn seine Fans als intergalaktischen Kopfgeldjäger Lobo. Dieser rottete seinen friedlichen Heimatplaneten Czarnia mit einem tödlichen Virus aus, um wahrhaft einzigartig im gesamten Universum zu werden. Über fünf Milliarden Opfer aus purer Langeweile und sadistischer Freude.

Jason Momoa als Lobo in
Als Lobo ist Jason Momoa in „Supergirl“ kaum wiederzuerkennen (Bildquelle: IMAGO/Supplied by LMK)

Fans dieses Anti-Anti-Anti-Helden lieben den sarkastischen und fiesen Charakter dennoch über alles, weil er all das verkörpert, was gewöhnliche Superheld*innen sich noch nicht einmal in der nahezu grenzenlosen Comic-Welt trauen. Auch Momoa zählt sich dazu und sprach im Vorfeld von der absoluten Traumrolle seines Lebens, als ihm Lobo angeboten wurde.

In der Tat kommt er ihm optisch so nahe wie kein anderer Hollywoodstar. Ihr kennt Lobo nicht? Dann schließt diese Wissenslücke mit der brandneuen „Lobo Collection: Band 1“ auf 160 Seiten, die ihr über Amazon erhaltet.

Das an „Guardians of the Galaxy“ erinnernde Sci-Fi-Abenteuer führt ihn allerdings in einer recht familienfreundlichen Umgebung ein. Sein volles „frägg-tastisches“ Potenzial könnte er aber in einem eigenen DCU-Film mit Altersfreigabe ab 18 Jahren entfalten. Das wiederum sei an eine Bedingung gebunden (via Comic Book):

Zitat:
„Ich habe nachgehakt und sie haben durchaus Pläne. […] Aquaman erschien damals ebenfalls mit einem kleinen Vorgeschmack in ‚Batman v. Superman‘, wisst ihr, dann etwas prominenter in ‚Justice League‘; und dann kam ‚Aquaman‘. Ich denke also, dass es eine Weile dauern wird. Wir werden sehen, wie er am besten reinpasst. Es wäre klasse, einen eigenen Solofilm zu erhalten. Aber das Publikum muss ihn lieben und dabei sein wollen.“

Es ist also keine Überraschung, dass diese Hoffnungen mit einem Kassenflop von „Supergirl“ schwinden dürften. Dieser hat jetzt allerdings eine Bruchlandung hingelegt. Dabei versprach der Trailer für Sci-Fi-Fans die spaßigste Unterhaltung überhaupt:

» Video ansehen: Supergirl - Trailer Deutsch

Ein „Lobo“ für Erwachsene benötigt eine feste Fanbasis

Lobo über den familienfreundlichen Weg einzuführen, sei laut Momoa der einzige vernünftige Weg, auch wenn er persönlich direkt in die Vollen gegangen wäre:

Zitat:
„Man muss die Fanbasis dafür schaffen. Man kann nicht einfach [mit einer FSK-18-Version] aufkreuzen und erwarten, dass alle schon kommen werden. Man muss aufpassen. Man muss sie dafür erwärmen.“

Gut, „Deadpool“ hatte bewiesen, dass ein ungewöhnlicher Superheld auch ohne vorherige – oder in diesem speziellen Fall trotz einer verkorksten Einführung direkt zum Publikumsliebling werden kann, wenn es richtig gemacht wird. Eventuell hätte der Name Jason Momoa ausgereicht, um einen „Lobo“-Film mit FSK-18-Freigabe zum Kassenhit werden zu lassen.

Aber er hat durchaus recht, dass erst einmal geschaut werden müsse, ob und wenn ja, wie viele Fans überhaupt gewillt wären, für den „Meister des Frägg“ ins Kino zu gehen. Mit der sich nun abzeichnenden Kino-Enttäuschung von „Supergirl“ dürften die Chancen auf ein hartes „Lobo“ nun in weite Ferne gerückt sein.