„Wie eine Voodoo-Version von Stephen Kings ,Misery‘“: Netflix-Neuheit sorgt für Aufsehen unter Thriller- und Horror-Fans

Dieser Horrorfilm hat bereits ein paar Jahre auf dem Buckel und nicht die besten Kritiken erhalten. Doch das Netflix-Publikum hat aktuell trotzdem Lust auf den Streifen, wie die Charts zeigen.

Mai 6, 2026 - 14:01
 0  1
„Wie eine Voodoo-Version von Stephen Kings ,Misery‘“: Netflix-Neuheit sorgt für Aufsehen unter Thriller- und Horror-Fans
(Bildquelle: IMAGO / Capital Pictures / Kelly Walsh / Netflix)

Dieser Horrorfilm hat bereits ein paar Jahre auf dem Buckel und nicht die besten Kritiken erhalten. Doch das Netflix-Publikum hat aktuell trotzdem Lust auf den Streifen, wie die Charts zeigen.

Mitten zwischen Serien-Dauerbrennern und Blockbuster-Wiederholungen hat sich der Horror-Thriller „Spell“ in die Netflix-Charts geschoben. Der Film aus dem Jahr 2020 entfaltet seine Wirkung nicht durch laute Effekte, sondern durch eine stetig wachsende Beklemmung. In düsteren Bildern verbindet „Spell“ Elemente des Übernatürlichen mit einem Überlebenskampf, der tief in regionale Mythen und Ängste eintaucht.

Auf dem Weg zur Beerdigung seines Vaters gerät Marquis (Omari Hardwick) mit seiner Familie in einen schweren Sturm. Nach einem Flugzeugabsturz erwacht er schwer verletzt an einem abgelegenen Ort in den Appalachen von Kentucky. Isoliert von der Außenwelt und ohne Kontakt zu seinen Angehörigen ist er auf die Hilfe einer fremden Frau angewiesen, die ihm Pflege und Heilung verspricht. Doch schnell wird klar, dass diese Fürsorge an unheimliche Bedingungen geknüpft ist.

Während Marquis versucht, seine Kräfte zurückzugewinnen, verdichten sich die Hinweise, dass hier mehr im Spiel ist als bloße Gastfreundschaft. Der Wettlauf gegen die Zeit wird zunehmend existenziell, denn mit jeder Stunde wächst die Bedrohung – nicht nur für ihn selbst, sondern auch für seine Familie. „Spell“ lebt von der Unsicherheit darüber, wem man trauen kann, und von der Frage, wie weit Glaube, Aberglaube und Macht über Leben und Tod reichen.

Regie führte Mark Tonderai, der bereits Erfahrung im Spannungs- und Horrorbereich mitbrachte und dem Film eine dichte, klaustrophobische Stimmung verleiht. Das Drehbuch stammt von Kurt Wimmer, der die Geschichte als geradlinigen Thriller anlegt und dabei übernatürliche Motive mit sehr realen Ängsten verknüpft.

Ihr wollt euch so richtig gruseln? Dann lohnt sich ein Blick in folgendes Video:

» Video ansehen: Die 10 gruseligsten Horrorfilme aller Zeiten

Die Reaktionen zu „Spell“ auf Netflix

Sowohl für die Fachpresse als auch für das Publikum auf Rotten Tomatoes ist „Spell“ ein Film, der ein wenig die Gemüter spaltet. In beiden Fraktionen finden sich Stimmen, die den Film feiern oder hassen, was die Wertungen in Höhe von 50 % und 53 % erklärt. Anbei findet ihr ein paar Auszüge aus jenen Reaktionen:

Zitat:
„Dieser unheimliche Thriller spielt mit der Angst vor gruseligen Gemeinden in abgelegenen Gegenden und stellt seine großstädtischen Charaktere gekonnt vor, bevor er sie in einen ländlichen Albtraum stürzt.“
– Rich Vline für Shadowns on the Wall

Zitat:
„Ein rundum hervorragender Film. Ich weiß nicht, warum er nicht bessere Kritiken bekommt – er hätte mindestens 4 Sterne verdient. Eine gute und interessante Handlung, gute schauspielerische Leistungen, Country-Voodoo – was will man mehr?“
– rob I

Zitat:
„Was zunächst wie eine Voodoo-Version von Stephen Kings ,Misery‘ wirkt, verkommt bald zu einem vorhersehbaren, nach Schema F ablaufenden Thriller mit einem holprigen und gekünstelten Höhepunkt.“
– Dave Golder für Radio Times

Zitat:
„Nicht so schlecht, wie ich gedacht hatte, auch wenn das Ende besser sein könnte“
– M7AMD A

Wenn ihr euch selbst ein Bild von „Spell“ machen möchtet, könnt ihr die Produktion ab sofort auf Netflix streamen. Solltet ihr noch keine Mitgliedschaft bei dem Streamingdienst haben, könnt ihr mit dem Entertainment-Plus-Paket von Sky nicht nur in den Genuss der besten Filme und Serien von Netflix kommen, sondern habt auch Zugriff auf grandiose weitere Produktionen.