Nach 54 Jahren: Zu Unrecht vergessener Western am Freitag erstmals im TV
Nicht alle Filme bekommen die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Ein gutes Beispiel dafür ist dieser Western, der endlich im TV läuft.

Nicht alle Filme bekommen die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Ein gutes Beispiel dafür ist dieser Western, der endlich im Free-TV läuft.
Mit „Revengers“ entstand 1972 ein Spätwestern, der bewusst Abschied von klassischen Idealen nahm. Regisseur Daniel Mann inszenierte eine schonungslose Rachegeschichte, die den moralischen Verfall des Genres offenlegt. In der Hauptrolle überzeugt William Holden als gebrochener Mann, flankiert von markanten Darstellern wie Ernest Borgnine und Woody Strode.
Gedreht wurde überwiegend in Mexiko, was dem Film eine raue, staubige Atmosphäre verleiht. Trotz prominenter Besetzung verschwand „Revengers“ fast vollständig aus dem kollektiven Gedächtnis – umso bemerkenswerter ist seine späte Premiere im Free-TV am Freitag, den 13. Februar, um 22:50 Uhr im BR.
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Darum geht es in „Revengers“
Die Handlung folgt dem Rancher John Benedict (William Holden), einem ehemaligen Bürgerkriegsveteranen, der nach einem Jagdausflug vor den Trümmern seines Lebens steht. Auf der Suche nach Vergeltung stellt er eine Truppe aus verurteilten Gewaltverbrechern zusammen, die ihm helfen soll, die Täter aufzuspüren.
Doch schnell wird klar, dass diese Männer kaum kontrollierbar sind: brutal, eigennützig und jederzeit bereit, die Seiten zu wechseln. Der Film entwickelt daraus ein angespanntes Katz-und-Maus-Spiel, in dem Loyalität brüchig ist und die Grenze zwischen Jägern und Gejagten zunehmend verschwimmt.
Schweres Western-Quiz: Die Wenigsten können 17/20 Fragen korrekt beantworten!

Frage 1 von 20
Welcher Film ist auf diesem Bild zu sehen?
Wer sollte sich „Revengers“ anschauen?
„Revengers“ vor allem etwas für Westernfans, die den pessimistischen Blick der 1970er-Jahre schätzen. Statt klarer Heldenfiguren zeigt der Film moralische Abgründe, Gewalt ohne Erlösung und eine Welt, in der Rache keinen Frieden bringt. William Holden verleiht seiner Figur eine müde Entschlossenheit, während Borgnine und Strode bedrohliche Gegengewichte bilden. Wer revisionistische Western mag und neugierig auf vergessene Genrebeiträge ist, sollte diese seltene Gelegenheit nutzen.

