Polizisten verklagen Stars wegen Netflix-Hit – beliebter Action-Thriller sei zu nah an der Realität

Es war eines der großen Streaming-Highlights 2026 und stellte sich als Erfolg für Netflix heraus. Doch nun sorgt der Streifen wegen einer Klage für erneutes Aufsehen.

Mai 19, 2026 - 11:51
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Polizisten verklagen Stars wegen Netflix-Hit – beliebter Action-Thriller sei zu nah an der Realität
(Bildquelle: Netflix)

Es war eines der großen Streaming-Highlights 2026 und stellte sich als Erfolg für Netflix heraus. Doch nun sorgt der Streifen wegen einer Klage für erneutes Aufsehen.

Ben Affleck und Matt Damon sehen sich laut The Independent wegen ihres Netflix-Films „The Rip“ mit einer Klage konfrontiert. Zwei Beamte des Miami-Dade Sheriff’s Office werfen den Filmemacher*innen vor, sie durch die Darstellung korrupter Polizisten diffamiert zu haben.

Jason Smith und Jonathan Santana, beide beim Miami-Dade Sheriff’s Office tätig, verklagen die Produktionsfirma Artists Equity sowie die mit Affleck und Damon verbundene Firma Falco Productions. Obwohl ihre Namen im Film nicht fallen, argumentieren die Kläger, die Figuren seien so deutlich an sie angelehnt, dass Zuschauer*innen sie mit den gezeigten Verfehlungen in Verbindung brächten. Dadurch sei ihnen „erheblicher persönlicher und beruflicher Schaden“ entstanden.

„The Rip“ folgt Lieutenant Dane Dumars (Matt Damon) und Detective Sergeant J. D. Byrne (Ben Affleck), die bei ihren Ermittlungen auf 20 Millionen US-Dollar Kartellgeld stoßen und dabei Korruption innerhalb der Polizei aufdecken.

Laut Klageschrift basiert der Film auf einer realen Geldbeschlagnahmung vom 29. Juni 2016, bei der Smith und Santana mehr als 21 Millionen US-Dollar sicherstellten. Die Nutzung konkreter Details, der Miami-Dade-Schauplatz und der Hinweis „inspiriert von wahren Begebenheiten“ würden nahelegen, dass die Filmfiguren die Kläger darstellen.

» Video ansehen: The Rip - Trailer Deutsch

Zwischen Fiktion und Realität

Besonders kritisch sehen Smith und Santana mehrere Szenen, in denen die Polizisten im Film Regeln brechen. Unter anderem tötet Afflecks Figur einen Beamten der Drug Enforcement Administration. Abgesehen von der Geldbeschlagnahmung habe sich das im Film Gezeigte jedoch nicht so zugetragen, heißt es in der Klage.

Die Beamten geben an, aus ihrem Umfeld mit Korruptionsvorwürfen konfrontiert worden zu sein. Angehörige und Kolleg*innen hätten unterstellt, sie hätten beschlagnahmtes Geld für private Zwecke genutzt. Die Anwält*innen der Kläger sehen darin einen Beleg dafür, dass Zuschauer*innen die fiktiven Ereignisse mit den realen Personen verknüpfen.

Bereits im Dezember 2025 hätten Smith und Santana die Verantwortlichen aufgefordert, den Film nicht zu veröffentlichen. Nach dem Start im Januar 2026 sei diese Forderung zurückgewiesen worden, da die Kläger nicht namentlich genannt würden. Nun verlangen sie unter anderem eine öffentliche Richtigstellung, einen deutlichen Disclaimer sowie Schadensersatz.