FSK:18 & Feiertagsverbot: Neuer Horrorschocker vom „Evil Dead“-Regisseur lehrt euch jetzt das Fürchten im Kino
Horrorfans erleben mit „Lee Cronin’s The Mummy“ jetzt einen der grausigsten Schocker des Kinojahres. Doch was bedeuten die hohe Altersfreigabe und das Feiertagsverbot?

Horrorfans erleben mit „Lee Cronin’s The Mummy“ jetzt einen der grausigsten Schocker des Kinojahres. Doch was bedeuten die hohe Altersfreigabe und das Feiertagsverbot?
Wer hätte gedacht, dass sich Filmemacher Lee Cronin nach „Evil Dead Rise“ in Sachen Gewaltdarstellung und Ekelfaktor noch einmal gehörig steigern würde: „Lee Cronin’s The Mummy“ hat von der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) nicht nur die höchste Altersfreigabe ab 18 Jahren erhalten, das Horror-Comeback der Mumie auf der großen Leinwand hat darüber hinaus ein Feiertagsverbot auferlegt bekommen (!).
„Feiertagsverbot? Was bedeutet das?“, werden sich mit Sicherheit einige jetzt fragen. Tatsächlich handelt es sich hierbei um eine Praxis, die in den vergangenen Jahren auch aufgrund des gesellschaftlichen Wandels zunehmend an Bedeutung verloren hat und kaum mehr zur Anwendung kommt.
Seit ihrer Gründung im Frühjahr 1949 hat die FSK bis dato über 700 Filme mit einem Feiertagsverbot belegt. In den vergangenen fünf Jahren waren es aber „nur noch“ neun Filme. Zuletzt erhielt die Stephen-King-Verfilmung „The Monkey“ keine Feiertagsfreigabe. Den Film erhaltet ihr über Amazon zum guten Preis auf Blu-ray.
Ein Feiertagsverbot erhalten Filme, wenn sie nach Meinung der Prüfkommission gegen die Grundsätze entweder religiösen oder sittlichen Empfindens verstoßen und/oder als Parodie oder bewusst provokante Kritik an Religion aufgefasst werden.
„Lee Cronin’s The Mummy“ gehört damit zum Kreis der Produktionen, die an den stillen Feiertagen nicht öffentlich aufgeführt werden dürfen, wozu auch Kinos gezählt werden. Ausgenommen vom Aufführungsverbot sind jedoch etwa Streamingdienste und private Vorführungen. Mit der Altersfreigabe selbst hat das Feiertagsverbot hingegen nichts zu tun. Ein Beispiel: Disneys „Mary Poppins“ darf bis heute ebenfalls nicht an stillen Feiertagen wie Karfreitag gezeigt werden.
Schaut euch den garstigen Trailer zu „Lee Cronin’s The Mummy“ hier zur Einstimmung auf den Kinobesuch an:
» Video ansehen: Lee Cronin's The Mummy - Trailer Deutsch
Darum hat sich Lee Cronin für das Reboot der Mumie entschieden
Als offiziell verkündet wurde, dass sich Lee Cronin nach „Evil Dead Rise“ um das Reboot der klassischen Gruselfigur kümmert, war ich trotz Jason Blum und James Wan als Produzenten doch etwas enttäuscht. Mir wollte partout nicht einleuchten, was genau der irische Filmemacher an der Mumie so attraktiv fand. Tatsächlich hatte er überhaupt kein Interesse an einem gewöhnlichen Mumie-Film, wie er gegenüber IndieWire verriet:
Zitat:
„Man hat die Möglichkeit, auf eine andere Art und Weise mit der Geschichte zu spielen; und hinzu kommt, dass die Mumie so etwas wie eine leere Leinwand ist, auf die man schaurige Züge aufbringen kann, denn es ist ja nicht Dracula. Sie ist etwas ganz Eigenes. Sie ist so etwas wie ein leerer Raum.“
Die Mühen haben sich offenbar gelohnt. Auf der Premiere in Los Angeles erhielt Cronin jede Menge Applaus vom begeisterten Publikum. Ihm habe besonders gefallen, dass der sorgsam eingestreute Humor funktioniert habe. Die schockierten Blicke dürften ihm sicher auch Genugtuung verschafft haben. „Lee Cronin’s The Mummy“ läuft ab dem 16. April 2026 in den deutschen Kinos.

