Prinz Christian: Prinz Christian erntet scharfe Kritik für Afrika-Reise

Prinz Christian brach Anfang September 2024 zu einem länger andauernden Aufenthalt nach Afrika auf. Obwohl sich der Palast mit genaueren Infos bedeckt hielt, sickerten einige Details durch – und sorgen für Kritik. 

Sep 11, 2024 - 16:30
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Prinz Christian: Prinz Christian erntet scharfe Kritik für Afrika-Reise

Prinz Christian brach Anfang September 2024 zu einem länger andauernden Aufenthalt nach Afrika auf. Obwohl sich der Palast mit genaueren Infos bedeckt hielt, sickerten einige Details durch – und sorgen für Kritik. 

Erst Ende August 2024 kündigte der dänische Palast an, dass sich Prinz Christian, 18, von September bis Dezember auf eine Reise nach Ost-Afrika begeben werde. Es ist geplant, dass der Thronfolger den Arbeitsalltag von zwei Farmen kennenlernen und in alle Aspekte der dortigen Arbeit eingebunden werden wird. Auch der Naturschutz solle eine zentrale Rolle spielen. Über genauere Aspekte seines Auslandsaufenthaltes gab der Palast keine Informationen heraus, hinter den Mauern von Schloss Amalienborg pocht man auf die Privatsphäre Christians. 

Das dänische "Ekstra Bladet" teilt nun Einblicke in die Reisepläne des 18-Jährigen – samt der harschen Kritik ihres Royal-Experten Kim Bach. Dabei geht es weniger um die Auszeit des Thronfolgers, vielmehr steht erneut die Kommunikation des dänischen Hofes im Vordergrund.

Prinz Christian ist mit drei Freunden seiner Skandal-Schule unterwegs

Unter anderem berichtet das "Ekstra Bladet", dass Christian zumindest zu Beginn seiner Afrika-Reise von drei Freunden begleitet wurde. Die kleine Gruppe lernte sich demnach am Elite-Internet Herlufsholm kennen. Die Schule machte im Mai 2022 mit einem Missbrauchsskandal Schlagzeilen, das negative Image färbte zeitweise auch auf die Königsfamilie ab. Neben Christian ging dort auch sein Cousin Graf Nikolai, 25, zur Schule. König Frederik, 56, und Königin Mary, 52, entschieden sich im Verlauf des Skandals, ihren Sohn nicht mehr auf das Internat zu schicken

Die Namen von Christians drei Begleitern, die mit ihm nach Afrika gereist sind, sind nicht öffentlich bekannt. Das Quartett besuchte zusammen den Nyerere Nationalpark, der früher als Selous-Wildreservat bekannt war. Das Gebiet befindet sich im Süden von Tansania und gehört seit 1982 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der Nationalpark umfasst eine Gesamtfläche von 50.000 Quadratkilometern – und ist damit größer als Christians Heimatland Dänemark.

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Der dänischen Boulevardzeitung ist nicht bekannt, ob Prinz Christian über den Beginn seiner Afrika-Reise hinaus von seinen drei Freunden begleitet wird. Außerdem ist auch nicht klar, ob der 18-Jährige auch andere Länder abseits von Tansania bereisen wird. 

Royal-Experte spricht von "Heuchelei"

In seiner Pressemitteilung vom 30. August gab der dänische Hof bekannt, dass man die Reise des Thronfolgers als Privatangelegenheit betrachten würde. Kim Bach, der Royal-Experte des "Ekstra Bladets" kritisiert die Kommunikation des Hofes. Er erinnert an den 18. Geburtstag Christians, der von der Königsfamilie ausschweifend und vor allem sehr öffentlich gefeiert wurde. Auch am letzten Schultag des Kronprinzen gaben die Royals eine kleine Konferenz für anwesende Journalist:innen und posierte für Fotos. 

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Dass man ausgerechnet jetzt einen Schlussstrich unter diese öffentliche Kommunikation macht, gefällt dänischen Medien selbstverständlich nicht. Es erscheine ihm "komisch und albern", erklärt Bach, dass Prinz Christian nun wieder eine Privatperson sein solle. Und weiter:  

Wenn die Königliche Familie der Meinung gewesen wäre, Christian schützen zu wollen, hätten sie seinen 18. Geburtstag nicht so öffentlich gemacht. Das ist Heuchelei. [...] Man kann ihn nicht einerseits zum Bild der Königlichen Familie und zu einer öffentlichen Person machen und dann hinterher sagen, dass er privat ist.

Bach erinnert auch daran, dass der 18-Jährige besonders in den vergangenen Sommermonaten eine wichtige Rolle für die Monarchie gespielt hat. Er vertrat seinen Vater Frederik für einige Tage als Regent, "höher kann man in der dänischen Hierarchie nicht kommen", so Bach, "und wenn man das ernst nimmt, was in der Königlichen Familie der Fall ist, dann ist Christian nicht mehr nur eine Privatperson. Entweder man ist öffentlich oder man ist es nicht."

Verwendete Quellen: ekstrabladet.dk, tanzaniaspecialist.de